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Hello Members and British Bike Riders!

3 Euro für das Phrasenschwein: „Laut ist out!“ Das war mal eine Kampagne gegen ausgeräumte Endschalldämpfer in den 80er Jahren, die zur jetzigen Zeit wohl massiv wiederbelebt werden soll. Vorweg nur mal gesagt, wir waren alle mal jung und ignorant gegenüber bestimmten Regeln. Ja ja, ich ganz besonders! Ich geb’s ja zu! Wen juckte damals, Anfang der 70er Jahre, schon die 86 Phon Grenze für die maximale Lautstärke eines Motorrades? Wie? Was? Betriebserlaubnis erloschen? Dafür müssen die mich erst mal kriegen! Na gut, gibt’s eben wieder ‘ne Mängelkarte. Und Jahre vorher, im jugendlichen Alter von 16 Jahren, haben wir doch schon damit angegeben, wenn der Schupo mal wieder ‘ne Mängelkarte ausgestellt hatte, wegen der Zwillingsendflöte an der Kreidler Florett, auf die wir so stolz waren.

Und mit 18 an der 250er BMW einen Doppelkrümmer, woran dann auf jeder Seite eine Doppelhoske passte! Damit kam man einer 350er BSA Einzylinder schon sehr nahe. Zu Beginn der 70er dröhnte uns aber immer öfter das aggressive Fauchen aus den 4er Endrohren einer CB 750er Honda entgegen, wie ein Hohn auf das blecherne Furzen eines BMW 75/5 Boxers. Vom Sound einer Norton, BSA, Triumph oder einer Vincent mal ganz zu schweigen. Also her mit allem was der Sound verbesserte! Hoske, Dunstall, Lafranconi und besonders alles wo Megaphon draufstand! Was blähte sich der Egoballon auf, wenn man durch enge Ortschaften mit 6000 Upm blies, mit einer Lautstärke, die in den Fenstern aller Häuser die Scheiben erzittern ließen.

Mit der Zeit aber wurde die Menge an Motorrädern, die sich auf den Straßen tummelten, größer und größer und die Leute auf den Gehwegen zeigten uns nicht mehr den respektvoll erhobenen Daumen, sondern immer mehr einen Vogel oder den Stinkefinger. Wer kam da schon auf die Idee, etwas falsch zu machen? Ach die sollen sich nicht so haben! Aber irgendwann saß ich dann aber mal, ich greife mal einfach heraus, in Hohenfels-Esslingen, an der B 410 zwischen Gerolstein und Daun, nachmittags bei Kaffee und Kuchen. Vor mir auf dem Asphaltband, welches sich durch die kleine Ortschaft windet, bretterten alle paar Sekunden Motorräder aller Kategorien knatternd, brüllend und jaulend an mir vorbei.

Allmählich bekam ich einen Draht zu den ortsansässigen Leuten, die das den ganzen Tag mitbekommen, weil sie da ja wohnen. Seitdem bemühe ich mich darum, mit kommoder Drehzahl, im höheren Gang durch die Ortschaften zu blubbern. Im Laufe dieser Saison fuhr ich mal durch einen Ort, ich weiß nicht mehr wo es war, da zeigte mir eine Tafel mit einer digitalen Anzeige blinkend an, wie viel Dezibel mein Motorrad produzierte. Ich empfand das als eine gute Sache, googelte da mal nach und stellte fest, dass dies eine Initiative des BVDM, in Zusammenarbeit mit einigen Kommunen ist. Da kann ich nur sagen, weiter so! Am 2. Freitag im Oktober besuchte ich spontan mal den Stammtisch in Hilden. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, obwohl Hilden ja nur 15 Km von meinem Wohnsitz entfernt ist. Mein Freund Werner fragte mich, ob ich mit dahin wolle. Ich hatte nichts Besonderes vor.

Also kurz entschlossen dort aufgeschlagen. Ein kleiner Haufen BSA Liebhaber, die ich da mit anderen Markenfans zusammen antraf. Alle aus der unmittelbaren Umgebung von Düsseldorf bis Leverkusen. Unter anderem der Initiator des legendären Engländer Treffens am 1. Mai im Landhaus Fuchs. Nette Gespräche über alte Zeiten und gutes Essen und Trinken machten den Abend gemütlich! War für mich bestimmt nicht ein einmaliges Erscheinen dort! Das wär’s mal wieder für diese Info! Es grüßt aus dem, seit dem 11. 11. närrischen Düsseldorf: Euer 1. Vorsitzender! Und wie immer: Wunsch an jeden bei allen Ausritten:

„Immer Öl im Tank oder in der Wanne, immer Druck auf dem Kolben, und vor allen Dingen, Kopf oben Gummi unten“.