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Aus der Redaktion

Hallo Members,

Vielleicht habt Ihr es schon gemerkt: diese Ausgabe ist wieder etwas dünner ausgefallen. Sieht so aus, als befänden sich alle in der Winterstarre, oder im Winterschlaf, viel berichtenswertes scheint es aktuell wohl nicht zu geben. Klar, es sind keine Treffen. Aber „a bissl was“ geht doch immer, oder? Zum Glück haben mich wieder einige treue Seelen mit Material versorgt, Danke an Euch. Ich will mich eigentlich nicht an die Nachrufe auf Seite 5 gewöhnen, doch im November erreichte uns die Nachricht, dass „Fourstroke- Rudi“ Munstermann verstorben ist. Auch wenn ich nur ein paar mal mit ihm telefoniert habe, konnte ich spüren, mit wieviel Herzblut er „Fourstroke-Trial“ betreibt und fördert. Ich hätte Rudi gerne persönlich kennen gelernt und hatte gehofft irgendwann mal in den hohen Norden zu seiner legendären Trial Veranstaltung zu kommen. Hier sieht man mal wieder, dass man nichts was man schon immer machen wollte auf die lange Bank schieben soll, irgendwann ist es zu spät.

Vor Weihnachten hatten wir Kontakt zum 1. Vorsitzenden des MSC Geesthacht. Er hat uns die Einladung zu den 3. MSC Clasic-Bike- Days auf dem Heidbergring geschickt. Auch er hat sich Gedanken zu unserer Suche nach einem neuen 1. Vorsitzenden und zum Ehrenamt allgemein gemacht. Ich möchte diese Gedanken gerne mit Euch teilen: „Ich möchte heute über meine Erfahrung als Vereinsvorsitzender und das Ehrenamt schreiben. In einer Zeit, nach Corona, in politisch immer weniger Vorhersehbarkeit, sehnt man sich nach etwas von Bestand. Das Erhalten unserer alten Bikes ist ein Teil davon, dass wir mit eigenen Händen tun. Auch die größte Motorrad Sammlung ist aber immer nur zur Befriedigung der eigenen Wünsche, Leidenschaft geeignet. Viele zeit- typische Probleme, wie Burnouts, Be- ziehungskrisen, Frustration oder „sich nicht gebraucht fühlen“ liegen aber zum Teil darin begründet, dass man die eigenen Ziele, die eigene Indivi- dualität zu sehr im Vordergrund hat. So wie ein selbst „von null aufgebautes Motorrad“ ein anderes Fahrgefühl beschert, als ein Gleiches, fertig gekauftes, so ist es auch mit dem Seelenleben. Etwas für andere zu tun, nicht um etwas gleichwertiges zurückzuerhalten, bringt die innere Zufriedenheit. Viele religiöse Gruppen funktionieren so und Hilfe für streunende Tiere, Hilfe für Katastrophenopfer usw., sind da bekannte Beispiele. Wir alle sind aber nun Mitglieder im CBBC, also ist hier ein guter Platz, um etwas Zeit und Verantwortung für die Gemeinschaft zu investieren.

Den CBBC fit für die nächsten Jahrzehnte zu halten und für kommende Generationen zu gestalten, ist eine großartige Chance. Ich bin seit etwa 5 Jahren erster Vorsitzender des MSC Geesthacht, dem Inhaber des Heidbergring, Deutschlands drittältester, permanenter Asphalt Rennstrecke. Dabei habe ich diese Erkenntnisse gewonnen und bin immer noch begeistert, wie gut unser Vorstand zusammen alle Herausforderungen meistert. Im Arbeitsleben hat man immer einen Chef, dem man Rechenschaft schuldet, als Geschäftsführer den Inhabern/Investoren und als Einzelunternehmer hat man die komplette Verantwortung zu tragen. Im Verein im Vorstand arbeitet man im Team und ist nur der Mitgliedschaft Rechenschaft schuldig. Ein Traum. - Trau Dich, werde Präsi! Viele Grüße, 1. Vorsitzender eines Motorsportclub“ Denkt mal drüber nach, Grüße von der Ostalb 

Martin